Auszeichnung für das Otto-von-Taube-Gymnasium

Bund und Länder haben Ende 2016 eine auf zehn Jahre angelegte gemeinsame Initiative zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler beschlossen: LemaS (Leistung macht Schule).

LemaS sieht als wichtigstes Ziel schulischer Bildung die bestmögliche Förderung aller Kinder und Jugendliche. Das bedeutet „zum einen, jene zu fördern, die ihr Potenzial noch nicht ausschöpfen oder es manchmal auch noch nicht erkannt haben. Und das heißt zum anderen, jene, die schon heute besonders leistungsstark und besonders motiviert sind, Angebote zu machen und Freiräume zu eröffnen, die sie fordern und in ihrer Entwicklung weiterbringen.“ (Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Stark-Watzinger; Präsidentin der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder Frau Prien; im April 2022).
Ziel ist es also die Begabtenförderung als Ausgangspunkt der individuellen Förderung noch mehr in der Schulentwicklung zu verankern, oder wie unsere Schulleiterin Frau Wischnevsky schon seit Jahren fordert: „die individuelle Förderung von der Begabtenförderung her denken“.

Das Besondere bei diesem Projekt ist die enge Zusammenarbeit ausgewählter Schulen mit dem interdisziplinären Forschungsverbund verschiedener Universitäten über (voraussichtlich) 10 Jahre.
Das Otto-von-Taube-Gymnasium ist eine der deutschlandweit 300 sogenannten LemaS-Schulen (Grundschulen als auch weiterführende Schulen), die nach einem Bewerbungsverfahren für dieses Programm ausgewählt wurden.

In der ersten Phase (2017 bis 2022) entwickelten die Schulen gemeinsam mit den Universitäten neue Wege in der Begabtenförderung, die ausprobiert, evaluiert und ständig weiterentwickelt werden.
Das Otto-von-Taube-Gymnasium hat sich, neben der obligatorischen Weiterarbeit an seinem schulischen Leitbild mit Ausrichtung auf die leistungsfördernde Schulentwicklung, für das Teilprojekt Mentoring entschieden, da Mentoring eine äußerst erfolgreiche Methoden der Begabtenförderung darstellt. So werden in diesem Teilprojekt verschiedene Mentoring-Programmen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Regensburg und der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg evaluiert und optimiert.
„Optimierung bestehender Mentoring-Programme“: das Otto-von-Taube-Gymnasium wird von dem Forschungsverbund bei der Optimierung und Professionalisierung seines Mentoring-Programms unterstützt.
„CyberMentor Plus“: Im Mittelpunkt von CyberMentor Plus steht die individuelle Förderung durch Mentoring von MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) interessierten Mädchen. Das Projekt CyberMentor Plus ist eine Kombination aus einem 1:1 Online-Mentoringprogramm und begleitenden Arbeitsgemeinschaften (AGs) an unserer Schule, auf das sich Schülerinnen von der 6. bis zur 10. Klasse bewerben können. In dem Online-Mentoring werden die Schülerinnen von einer persönlichen Mentorin betreut, die in einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Beruf tätig ist oder ein solches Fach studiert.

Sowohl Frau Bundesministerin Star-Watzinger und Frau Ministerin Prien, als auch Herr Ministerialdirigent Schicker (im Namen des Bayerischen Staatsministeriums) bedankten sich zum Ende der 1. Phase bei der Schulleiterin Frau Wischnevsky und den Lehrkräften des Otto-von-Taube Gymnasiums für das große Engagement im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ und es wurde eine Auszeichnung verliehen.
Im nächsten Jahr startet die 2. Phase von LemaS, in der es weiterhin um die bestmögliche Förderung der Kinder und Jugendlichen gehen wird. Insbesondere sollen nun die neu erworbenen Kompetenzen in die Breite getragen werden, d.h. andere Schulen sollen von den LemaS- Schulen weitergebildet, und auf dem Weg zu einer begabtenfördernden Schule unterstützt werden.
 

Julia Harthun
(LemaS Beauftragte)