Bericht zur Studienfahrt Berlin 2021

Nachdem größere Fahrten nun endlich wieder möglich sind, konnte für die Q12 erfreulicherweise eine Studienfahrt realisiert werden. Unsere Gruppe hat sich dabei für die Hauptstadt Berlin entschieden.

Am Dienstag den 26.10. ging es morgens mit dem ICE Richtung Berlin los. Gleich nach der Ankunft nahmen wir an einer Führung der „Berliner Unterwelten“ teil. Wir besichtigten eine Anlage, die während des Kalten Krieges als provisorischer ABC-Bunker diente. Diese existiert bis jetzt noch in einer Berliner U-Bahnstation, die durch ausfahrbare Wände luftdicht verschließbar ist und im Falle eines militärischen Angriffs Schutz für zwei Wochen bieten konnte.

Am nächsten Tag besuchten wir nach dem Frühstück am Hotelbuffet das ehemalige Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen, das heute als Museum allen Interessierten offen steht. Früher wurden hier zahlreiche politische Gefangene inhaftiert, meist ohne rechtsstaatliches Verfahren und unter Einsatz von heute undenkbaren Verhörmethoden. Der Umstand, dass solche Dinge in unserem Land bis 1989 stattfanden, hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern.
Im Anschluss nahmen wir an einer Sightseeing-Busfahrt teil, die am Holocaust-Mahnmal endete. Dort besuchten wir einen unterirdischen Informationsraum bei der Gedenkstätte. Hier wurde der Fokus vor allem auf die persönlichen Schicksale vieler Menschen gelenkt. Dadurch wird dazu beigetragen, dass diese historischen Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten. Das eindrucksvolle - und vor allem bedrückende - Erlebnis hallt bis jetzt in unseren Köpfen nach.
Nach einem Nachmittag zur freien Verfügung besuchten wir das Kabarett „La Pharmiglia: Organisiertes Gebrechen“ im Distel-Theater an der Friedrichstraße.

Am Donnerstag besuchten wir in der Früh die Ausstellung „Körperwelten“ am Alexanderplatz. Hier werden reale Exemplare von verstorbenen, plastinierten Lebewesen ausgestellt. Dabei konnte man etwa den Aufbau und gängige Erkrankungen verschiedener Organe anhand originaler Exponate entdecken.
Im Anschluss verschafften wir uns von dem höchsten Gebäude der EU - dem Berliner Fernsehturm - eine erweiterte Perspektive von Berlin.
Das gemeinsame späte Mittagessen im Vapiano rundete das gemeinsame Programm am Donnerstag ab.
Der weitere Verlauf des Tages konnte von uns frei nach Lust und Laune gestaltet werden. Je nach individueller Präferenz waren hier das Reichstagsgebäude, das Technikmuseum oder die Gedenkstätte zur Grenzanlage an der Bernauer Straße unsere Ziele.

Am Freitag den 29.10. bestritten wir den Rückweg nach München, auf dem wir die Erlebnisse revue passieren ließen und unser Gemüt auf die bevorstehende Klausurenphase vorbereiteten.

Zusammenfassend war die Studienfahrt, trotz einiger Wartezeiten und anfänglicher Ungereimtheiten im Hotel, ein unser aller Leben bereicherndes Erlebnis.