Kunst-Exkursion trotz Corona:

Das Kunst-Additum besuchte die Staatliche Antikensammlung und den Kunstbau des Lenbachhauses

Das Kunst-Additum Q11 begab sich, inklusive Mund-Nasen-Bedeckung und stets die Hygieneregeln vor Augen, am Freitag den 9. Oktober 2020 in zwei Münchner Museen. Zunächst wurde die Ausstellung „Sheela Gowda“ im Kunstbau des Lenbachhauses besucht.
Nach anfänglicher Skepsis mit den für die 14 Jugendlichen ungewöhnlichen raumfüllenden Installationen der indischen Künstlerin zeigten die SchülerInnen großes Interesse an der außergewöhnlichen Materialität der sogenannten „Arte Povera“, wie zum Beispiel Kuhdung, Teerfässer, „Bandlis“ aus Blech, Schnüren aus Menschenhaar oder kompletten Autostoßstangen.  Die Künstlerin Sheela Gowda thematisiert damit traditionelles und modernes Leben ihrer Heimatstadt Bengaluru und setzt ihre Werke mit narrativem und assoziativem Bezug um.

Nach einem kurzen Rundgang über den Königsplatz mit seinen erhabenen klassizistischen Bauten ging es die große Treppe hinauf in die Staatliche Antikensammlung. Hier erwarteten die bereits auf die Thematik der klassischen Antike vorbereiteten SchülerInnen etruskische Porträts und Sarkophage, griechische und römische Skulpturen und Statuetten oder auch Büsten aus dem 18. Jahrhundert.
Nun hatten die Jugendlichen genügend Zeit, sich mit meditativer Ruhe zeichnerisch in die Feinheiten der aus Ton gebrannten oder marmornen Plastiken zu versenken. Was sie dort wahrgenommen haben, kann man auf ihren gelungenen Studienblättern bewundern.

Svantje Munzert