Blick ins Detail - mit der neuen High-Speed-Kamera

Physikalische Phänomene laufen oft zu schnell ab, um diese in ihrer Gesamtheit genau beobachten oder gar analysieren zu können. Dies gilt sowohl für Phänomene, die von den Schülerinnen und Schülern in ihrer Umgebung erlebt werden, wie die Analyse des schiefen Wurfes im Sport, als auch für solche, die während eines klassischen Schulexperiments, z.B. beim Blitzüberschlag bei der Influenzmaschine, zu Tage treten.

Dabei ist das genaue Hinschauen eine Grundfertigkeit, die jede Wissenschaftlerin und jeder Wissenschaftler beherrschen muss, um Neues zu entdecken oder bisher scheinbar immer Gültiges genau zu analysieren und zu hinterfragen. Gerade im Detail offenbaren sich neue Phänomene und Fragestellungen, die sonst gar nicht auftreten würden. Mit Hilfe der neuen Highspeed-Kamera, die bis zu 38000 fps (Bilder pro Sekunde) aufnehmen kann, ist es der Physikfachschaft nun möglich, komplexe und sehr schnell ablaufende physikalische Phänomene zu analysieren, neue und oft über die Grenzen der Physik wichtige Fragestellungen aufzuwerfen und die Welt detail- und facettenreicher für unsere Schülerschaft erfahrbar zu machen. Erste Testaufnahmen wurden unter anderem mit einem fallendem Wasserballon gemacht, einige wenige Bilder des aufgenommen Films sieht man nebenstehend.

Ein ganz besonders herzlicher Dank geht dabei an die Wilhelm Stemmer Stiftung, die diese High Speed-Kamera für die Physikfachschaft des Otto-von-Taube Gymnasiums finanziert hat. Im kommenden Schuljahr sollen möglichst viele Schülerinnen und Schüler daran teilhaben und profitieren, u.a. bei Hausarbeiten, bei Projektarbeiten zur individuellen Förderung und auch in den Seminaren der Oberstufe.
Wir freuen uns auf die Projekte mit der neuen High-Speed-Kamera.

Katrin Lison und die Physikfachschaft