P-Seminar „Alpenüberquerung zu Fuß“

Wir schreiben das Jahr 2019. Es begab sich zu dieser Zeit, dass sich eine Allianz aus Schülern und Schülerinnen sowie Lehrern und Lehrerinnen des Otto-von-Taube-Gymnasiums auf den beschwerlichen Weg machten, das bayerische Alpenvorland zu durchqueren. Doch wie kam es zu diesem wagemutigen Unterfangen?

Über das Jahr hinweg beriet sich das P-Seminar Alpenüberquerung über mögliche Routen, Ausrüstung, Sponsoren und vieles mehr, was entscheidend für den Erfolg der Tour war. Dabei beschäftigte sich das Organisationsteam primär mit Hüttensuche und -reservierung, Routen und Exitstrategien, das „Mädchen-für-alles“-Team mit Sponsoren, Trainingsplänen und einer ausgeklügelten Packliste und das Dokuteam mit dem Design eines Logos, der Dokumentation der Alpenbequerung sowie der Organisation einer Pressekonferenz zur Aufklärung über das Seminar.

Dann war es schließlich so weit.

Am Abend des 21. Juli machten sich zwanzig abenteuerlustige Bergsteiger vom kleinen Ort Bad Kohlgrub auf den Weg zur Hörnlehütte. Auf dem Gipfel des nahegelegenen Zeitbergs gab es ein leckeres Abendessen in Form einer auf einem mitgebrachten Kompaktgrill gebratenen Wurstsemmel (Danke Herr Mack und Herr Schuster ;-D). Am nächsten Tag stieg die Wandergruppe über das vordere, mittlere, hintere Hörnle, Stock und Stein sowie einige Stunden zum Pürschlinghaus. Auf diesem beschwerlichen Wege kamen sie unter anderem durch den beschaulichen Ort Unterammergau, nahmen ein erfrischendes Bad im Sturzbach der Schleifmühlenklamm und bestiegen den Teufelstättkopf. Im Morgengrauen des darauffolgenden Tages brach die immer noch hochmotivierte Gruppe Abenteurer auf, um den Sonnenberg zu erklimmen, dessen Gipfel wider Erwarten schwer zu finden war. Nach einer gemütlichen Pause machten sie sich daran, den Rest des Weges zurückzulegen, der schließlich an der Brunnenkopfhütte endete, wobei ein Teil der Gruppe zuvor noch den Hennenkopf bestiegen hatte. Am Abend dieses zugleich ereignisreichen als auch ermüdenden Tages wollte sich die Schar Bergsteiger absetzen, um gemütlich zu speisen. Zu dieser Zeit begab es sich jedoch, dass der Sonnengott Helios seinen gülden glänzenden Wagen gen Horizont steuerte, wodurch die Gruppe auf den nahegelegen Gipfel gelockt wurde, von dem sie das Spektakel bewundern konnte. Nach einer erholsamen Nacht ging es über steile Pfade auf den Rücken der großen Klammspitze, während die Sonne glühend heiß herunterbrannte. Dies führte dazu, dass die Wanderer nach dem Abstieg in einem breiten Fluss (der Linder) badeten, dessen Wasser die erhitzten Gemüter kühlte und erfrischte. Im Gegensatz zu den zuvor aufgesuchten Hütten, erlaubte die letzte Unterkunft sogar den wohligen Genuss einer Dusche. Dort angekommen, versorgten sich die Abenteurer selbst und grillten wohlschmeckende Würstchen. Auch ein Fuchs wurde von dem Bratenduft angelockt – er bekam jedoch nichts als ein paar Pantoffeln zu schmecken, die er sich zuvor stibitzt hatte. In der Nacht saß man am Lagerfeuer und erzählte sich wilde Geschichten, bevor es am nächsten Tag zurück in die Heimat ging.

--> Das Gipfelgedicht


Falls Sie weiteres Interesse haben, können Sie auf der Homepage der Alpin-Zeitschrift einen weiteren Artikel über unser Seminar lesen. (Titel: „Projektseminar Transalp: Schule in den Bergen“)