Russlandaustausch 2017

Am Donnerstag, 15.06.2017, ging es endlich los nach St. Petersburg. Auf uns wartete eine spannende dreitägige Anreise mit dem Zug und der Fähre.

Wir trafen uns voller freudiger Erwartung um 8.30 Uhr morgens am Münchner Hauptbahnhof. Bald darauf stiegen wir in unseren Zug Richtung Hamburg. Die Zugfahrt war entspannt, man unterhielt sich viel, lernte erste russische Wörter oder schlief. Und ca. 14.30 Uhr erreichten wir Hamburg. Wir erkundeten die Stadt in kleinen Gruppen, besuchten dabei z.B. die Elbphilharmonie  oder den Hafen, gingen Essen oder Shoppen, bis wir uns dann gegen Abend mit den Zug nach Travemünde fuhren, wo wir die Fähre auf uns wartete. Dort haben wir uns erst einmal ein wenig eingerichtet und dann das ganze Schiff erkundet. Einige blieben wach, bis die Fähre um 3 Uhr nachts ablegte und die Fahrt nach Helsinki antrat.

Am nächsten Morgen war ausschlafen angesagt. Dennoch waren die ersten schon früh wach, denn diese Ruhesessel waren zum Schlafen nicht die Bequemsten. Aber das wichtigste war natürlich, dass es Wlan auf dem Schiff gab. Wir verbrachten den ganzen Tag mit Spiele spielen, Fotos machen, Fähre erkunden oder einfach quatschen. Abends gab es ein riesiges Buffet, das sehr lecker war und von dem wir alle sehr viel gegessen haben.

Am nächsten Tag, 17.06.17, standen wir früh auf, um die Hafeneinfahrt nach Helsinki zu genießen. Wir fuhren an vielen kleinen Inseln vorbei, wo manchmal sogar ein kleines Haus draufstand. Gott sei Dank hatten wir traumhaftes Wetter, zwar war es nicht sehr warm, aber es schien die Sonne. Die Hafeneinfahrt war spektakulär - es ist schon erstaunlich, wie man so ein riesen Schiff auf den Zentimeter genau „einparken“ kann. Wir hatten in Helsinki fast den ganzen Tag Zeit, um die Stadt kennen zu lernen. Wir haben den Markt angeschaut, die Innenstadt erkundet und auch noch ein Kleinigkeit zu Mittag gegessen. Eine tolle Zeit, die allerdings von Möwen auf dem Markt beeinflusst war. Denn diese haben einem das Essen aus den Händen gerissen, wenn man nicht aufgepasst hat. Um 15.30 ca. haben wir uns wieder am Hauptbahnhof in Helsinki getroffen. Dort sind wir in den Zug nach St. Petersburg gestiegen. In dem Zug wurden wir bestimmt fünf Mal kontrolliert. Erstaunlich war, dass die Grenzpolizisten, die uns kontrollierten, allesamt sehr streng und wenig freundlich waren. Auch dies trug dazu bei, dass wir, je näher wir unserem Ziel kamen, umso aufgeregter wurden. Um 19.30 Uhr etwa kamen wir dann endlich in St. Petersburg an. Dort wurden wir schon am Bahnhof von unseren AustauschpartnerInnen groß begrüßt und jeder ist mit seinem/r Partner/in zu deren Zuhause gefahren.

Am Sonntag, 18.06.17, ging es auch schon los – St. Petersburg erkunden stand auf dem Programm. Wir haben uns die St. Petri-Kirche, die Kasaner Kathedrale, das Haus des Buches, die Eremitage und noch vieles mehr angesehen. Zu jeder Sehenswürdigkeit hat ein russische/r SchülerIn ein bisschen was erzählt. Danach haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, die einen sind zuerst in die Ermitage gegangen, die anderen hatten ein traditionelles russisches Teetrinken in einem Souvenirshop, danach wurde getauscht. Nachdem wir wieder zusammenkamen, durfte jede/r Schüler/in entscheiden, ob er lieber in die Stadt bleiben wollte oder zu seinem Austauschpartner/in nach Hause wollte.

Am Montag, 19.06.17, haben wir uns 10.00 Uhr am Gymnasium „92“ getroffen. Von dort ging es mit dem Bus nach Peterhof, eine riesige Schlossanlage. Dort durften  wir den Schlosspark erkundet. Anschließend gab es Mittaggegessen in einem russischen „Biergarten“. Am frühen Abend sind wir dann nach Hause zurückgekehrt und haben dort einen Abend in den Familien verbracht.

Am Dienstag, 20.06.17, unternahmen wir zuerst einen Stadtrundgang, bei dem wir am ehernen Reiter und an der Erlöserkirche vorbeigegangen sind, danach setzten wir die Tour durch St. Petersburg  auf dem Boot durch die Kanäle fort. Den Abend verbrachten wir wieder zusammen mit unseren Austauschpartner/innen.

Am Mittwoch, 21.06.17, dem letzten Tag in St. Petersburg, unternahmen wir wieder zuerst einen kleinen Rundgang durch die Peter-Pauls-Festung. Dort konnten wir um Punkt 12.00 Uhr den Kanonenschuss miterleben, welcher ganz schön laut war. Danach waren wir noch in einzelnen Gruppen noch Souvenirs shoppen. Anschließend ging es auch schon wieder nach Hause, da wir am Abend noch großes vorhatten. Es stieg das große Abschiedsfest in der Schule. Zuerst hatten wir eine Führung durch die Schule, dann wurde viel gegessen und danach führte jede Schule ihr Programm auf, das sie über die Woche vorbereitet hatten. Danach ging es nochmal nach Hause, um die finalen Vorbereitungen für die Abreise zu treffen und um sich noch einmal kurz auszuruhen. Um ca. 24.00 Uhr trafen wir uns wir am Marsfeld, um die Brücken beim Öffnen zu zusehen. Die Brücken wurden geöffnet und viele Party-Boote fuhren über den Kanal. Die Russ/innen feierten die sogenannten „Weißen Nächte“, bei denen es nie ganz dunkel wird. Wirklich ein tolles Erlebnis.
Um 1.00 nachts, am 22.06.17, machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Am Flughafen war großer Abschied angesagt und es flossen auch einige Tränen. Nachdem jeder sich verabschiede hatte, gingen wir zur ersten Sicherheitskontrolle, die schnell überwunden war. An den Check-In-Schaltern kontrollierten wir alle nochmal das Gewicht unserer Koffer und es musste einiges umgepackt werden. Nachdem auch dies gemeistert wurde, checkten wir ein. Nach einigen Problemen ging unser erster Flug nach Riga pünktlich um 5.15 Uhr. Fast alle schliefen den ersten Flug ganz durch. Wir landeten pünktlich in Riga und gingen auch sofort durch zu unserem Gate. Dort holten sich die meisten erst einmal einen Kaffee und Frühstück. Unser zweiter Flug ging auch pünktlich um 7.50 Uhr in Riga los und wir kamen 9.30 Uhr wieder in Deutschland an. Wir waren alle leicht wegen der Zeitverschiebung verwirrt, weshalb niemand so wirklich sagen konnte, wie lange wir jetzt genau unterwegs waren. Als auch das Gepäck kam und diverse Gepäckprobleme geklärt waren,  wurden wir schon freudig von den Eltern am Münchner Flughafen erwartet.

Insgesamt lässt sich sagen: Wir hatten eine tolle Reise, die wir auf jeden Fall genau so weiter empfehlen können. Man lernt so viele neue, nette Leute kennen und begegnet einer etwas anderen Kultur, die man sich vielleicht so nicht vorgestellt hat. St. Petersburg ist auf jeden Fall eine Reise wert! Schon allein wegen der jedes Mal aufs Neue spektakulären U-Bahnfahrten.

Vielen Dank auch an die Lehrkräfte Frau Hauptmann, Herr Heidegger und Herr Stumpf, die diese Fahrt für uns super organisiert und geplant hatten.

Im Namen aller Teilnehmer/innen
Paulina Sporrer, Q11