Model United Nations Conference in Maastricht am United World College

Ende Juni machten sich 15 Schüler:innen der 10. und 11. Jahrgangsstufen zusammen mit Frau Heimsoeth auf den Weg nach Maastricht, in die Niederlande. Grund für diese Reise war eine Politiksimulation „Model United Nations Conference“ (MUN) am United World College Maastricht (UWC).

Spät nachts am Mittwoch, den 29.06. erreichten wir, die Schüler*innen des P-Seminars „MUN“ und einige Schüler:innen der „Arbeitsgruppe MUN“ der 10.Klassen die Unterkunft in Maastricht. Das „Green Elephant Hostel“ war ein liebevoll eingerichtetes kleines Hotel mit schönen Zimmern, nettem Personal und einer kleinen Bar.

Gestärkt nach einem gesunden Frühstück am nächsten Morgen, erkundeten wir erstmal die Innenstadt, die malerisch an der Maas liegt. Nachmittags hatten wir eine Arbeitsphase zusammen mit Frau Heimsoeth im Hotel, um unsere finalen Vorbereitungen für die Konferenz abzuschließen.
Am Freitag warfen wir uns in den auf der Konferenz obligatorischen Business-Look, was einige Zeit beanspruchte (insbesondere das Binden der Krawatte führte zu regen Diskussionen…). Anschließend machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg zum UWC. Dort angekommen erwartete uns eine ausführliche Tour durch den eindrucksvollen Campus der Schule mit unzähligen Konferenzräumen, Musik- und Kunsträumen, einer imposanten Bibliothek sowie den Wohnhäusern der Internatsbewohner. Nach der anschließenden Eröffnungszeremonie im Auditorium hatten wir die Möglichkeit in den Austausch mit anderen Teilnehmer*innen zu gehen, um uns erst einmal etwas besser kennen zu lernen. Die anderen Schüler*innen kamen aus den unterschiedlichsten Ländern (u.a. Spanien, Polen, Belgien, Israel, Schweden, Niederlande), was den interkulturellen Austausch sehr spannend machte. Mit einigen der anderen Teilnehmer:innen, die im gleichen Hostel wie wir untergebracht waren, verbrachten wir anschließend noch zusammen den Abend und machten uns am nächsten Morgen um 8.00 Uhr, nach einem gemeinsamen Frühstück auf den Weg zum UWC.

Um die UN möglichst genau darzustellen, wurden die Teilnehmer:innen in mehrere Committees, also Ausschüsse verteilt, darunter waren neben der General Assembly auch der Human Rights Council und Security Council vertreten. Jeder der Ausschüsse bestand aus etwa 15 Delegierten, die unterschiedliche Nationalitäten vertraten aber mit dem gemeinsamen Ziel, über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen zu debattieren und mögliche Lösungsvorschläge zu finden. Themen, die diskutiert wurden waren beispielsweise „Delegating for the End of the Practice of Female Genital Mutilation on Minors” oder „Acting upon Modern Terrorism in the Form of International Cyberterrorism and Cybercrime”. Das Otto-von-Taube vertrat dabei u.a. die Länder Russland, Brasilien, Nord-Korea und das Vereinigte Königreich.

In den Ausschüssen wurden in Kleingruppen Resolutionen zu den entsprechenden Themen erarbeitet. Dabei konnten wir einerseits unsere in den vergangenen Konferenzen erworbene Expertise an jüngere, unerfahrene Delegierte weitergeben, anderseits selbst von besonders geübten Delegierten profitieren. Die so erarbeiteten Resolutionen wurden anschließend von allen Delegierten des Ausschusses diskutiert, was zu hitzigen Debatten und kleineren Auseinandersetzungen führte. Kurze Pausen gaben uns die Möglichkeit, uns privat besser kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Am Abend wurden wir von den Veranstaltern zu einem Social Event auf dem Sportplatz der Schule eingeladen, wo wir ein Buffet genossen und anschließend den Abend bei guten Gesprächen und einer Partie Fussball ausklingen ließen.   

Am dritten und letzten Tag der Konferenz gingen die Debatten in die Endrunde und die letzten Resolutionen wurden durchgebracht. Anschließend ging es in die sogenannten „Punishments“ – also sollte man während der Konferenz beispielsweise gegen die Kleiderordnung verstoßen haben oder zu spät gekommen sein, musste eine Aufgabe erfüllt werden. So mussten einige unserer Schüler die niederländische Nationalhymne singen, was zu großer Belustigung führte… Die Konferenz endete mit einer schön gestalteten Abschlusszeremonie, die neben vielen Dankesreden sowie Ehrungen einen Tanzakt einer Schülerin des UWC beinhaltete.

Zum Abschluss unseres gemeinsamen Ausflugs entschieden wir, die Schüler:innen des Otto-von-Taube Gymnasiums zusammen mit Frau Heimsoeth, noch einmal zusammen essen zu gehen. Auch einer von unseren neu gewonnen Freunden aus Polen entschied sich, uns zu begleiten und den Abend mit uns zu verbringen.

Am Montag morgen ging es dann mit großer Verzögerung zurück nach München. Manche würden die Verspätungen der deutschen Bahn ja als Ärgernis ansehen, doch wir nutzten die knapp 4-stündige Verzögerung unserer Reise für einen kleinen Städtetrip durch Köln.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass wir alle einen sehr schönen Ausflug hatten bei dem vor allem der kulturelle Austausch mit Schüler:innen unterschiedlichster Nationen im Vordergrund stand.  Nebenbei konnten wir aber während der Vorbereitungszeit sowie auf der Konferenz unsere Englisch- und Politikkenntnisse erweitern und sind voller Vorfreude auf viele weitere Konferenzen, vielleicht auch mal an unserer Schule.


Dankjewel Maastricht und Frau Heimsoeth für einen unvergesslichen Trip.
Und danke an das Erasmus+- Programm der EU, ohne das die Fahrt nicht hätte stattfinden können!