RÖMERTAGE Teil 1: Vita cottidiana

Auch dieses Jahr hatten die Schüler:innen der 5. Klassen wieder die Möglichkeit einen Einblick in das Leben zur Zeit der Römer zu bekommen.

Der Archäologe Bernhard Bischler, der die Veranstaltung leitete, begann zunächst mit der Frage, was Archäologie überhaupt ist und was sie uns heutzutage bringt.

Die Kinder zeigten sofort große Begeisterung für diese Thematik und es wurde festgestellt, dass die Archäologie uns weiterhelfen kann, das Leben der Menschen früher zu verstehen und auch Wissenslücken, die durch fehlende literarische Aufzeichnungen entstanden sind, zu schließen.
Über das Leben der Kelten wollten die Kinder auf Nachfrage mehr erfahren und hörten gespannt zu, als ihnen über die verschiedenen Stämme wie zum Beispiel die Gallier in Frankreich erzählt wurde. Selbstverständlich kam sofort die Frage, ob es sich bei diesem Stamm um „Die von Asterix und Obelix“ handeln würde, was Herr Bischler freilich bejahte.

Er erzählte zudem über die Baukunst, vor allem die Grabstätten der Kelten, sowie die Keltenschanzen, welche u.a. als Versammlungsort dienten und auch die Wohnsituation. Ihre handwerklichen Fähigkeiten waren besonders in Glasverarbeitung und Schmiede zu finden. Diese Schmiedearbeit war von so hoher Qualität, dass auch Römer mit ihnen Handel trieben. Das gut ausgebaute Straßennetz der Kelten wurde ihnen später zum Verhängnis, da auch Römische Legionen diese nutzten, um in ihr Gebiet vorzudringen. Das führte zu längeren Ausschweifungen über weitere Eroberungsversuche der Römer vor allem über Germanien und schließlich zur Varusschlacht.

Der Praktische Teil gestaltete sich so, dass Herr Bischler Rekonstruktionen eines römischen Helms, eines Schildes und eines Kettenhemds vorführte und die Kinder mit Hintergrundinformationen über die Soldaten beeindruckte. Auch zu diesem Thema stellten die 5.Klässler:innen viele Fragen und zeigten großes Interesse.

Zum Schluss durften sie Wachstafeln bauen und klebten zunächst Ränder aus Holz auf die Tafeln, um das flüssige Bienenwachs später vor dem Auslaufen zu hindern. Herr Bischler füllte anschließend die Tafeln mit Wachs unter den gespannten Blicken der Kinder. Der Honig Geruch der sich daraufhin im Computerraum ausbreitete, gefiel den Schüler:innen sehr.

Auf die Frage, was ihnen denn am besten gefallen hätte, erwiderten die meisten: Die Wachstafeln! Aber auch die Begeisterung für die Ausrüstung eines römischen Soldaten war deutlich zu erkennen.
Abschließend war der Römertag für die 5. Klasse ein voller Erfolg und wird auf jeden Fall in positiver Erinnerung bleiben.


Sophie Mayer, Q11