„Mit Büchern habe ich das meiste Gespräch.“ (Seneca)

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen

Auch wenn dieses Zitat des römischen Philosophen Seneca auf den ersten Blick etwas misanthropisch anmutet, bringt es doch auch die Möglichkeiten, die regelmäßiges Lesen bietet, zum Ausdruck. Längst ist es nämlich erwiesen, dass Kinder, die gerne zur Lektüre greifen, einen größeren Wortschatz und mehr Phantasie haben, was sich nicht zuletzt im schulischen Erfolg widerspiegelt.

Im Rahmen der Leseförderung ist es auch am OvTG seit Jahren gute Tradition, in der „staaden Zeit“ den Schulsieger bzw. die Schulsiegerin beim Vorlesewettbewerb zu küren. Am 10. Dezember war es daher mal wieder so weit: Trotz unwirtlichen Winterwetters knisterte es förmlich vor Spannung, als sich ausgewählte Schülerinnen und Schüler aus den 6. Klassen im Raum N525 einfanden, um sich auf eine Lesereise der besonderen Art zu begeben, und mitfieberten, wie Grace Merritt (6a), Kaja Reichert (6b), Philip Methe (6c), Julius Kurfürst (6d) und Simon Darnhofer-Demar (6e) in einer ersten Runde spannende Passagen aus Jugendbüchern vortrugen, die sie zu Hause vorbereitet hatten. Da wirklich alle Schülerinnen und Schüler hier durch emotional fesselndes Vortragen die Zuschauerinnen und Zuschauer in ihren Bann zogen, sah es nach einer sehr schwierigen Entscheidung für die Jury aus, die aus einigen Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern der 6. Klassen bestand.

In der zweiten Runde mussten sich die Lesenden an unbekannten Stellen aus Otfried Preußlers Roman „Krabat“ beweisen – eine ungleich schwierigere Aufgabe, da hier die Fähigkeit antizipierenden Vorlesens gefragt war. Doch auch diese Herausforderung meisterten alle Beteiligten hervorragend, sodass es für die Jury nicht leicht war, den oder die Beste zu ermitteln. Mit hauchdünnem Vorsprung konnte sich schließlich Philip Methe (6c) gegen seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter durchsetzen, dem Frau OStDin Wischnevsky in einer feierlichen Siegerehrung eine Urkunde und einen Buchpreis überreichte und betonte, welch sinnstiftende Beschäftigung das Lesen von Büchern gerade in der kalten Jahreszeit sei. Alle Anwesenden waren sich zudem einig, dass Philip unsere Schule beim Regionalentscheid würdig vertreten würde. Aber auch die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen nicht leer aus, sondern durften sich ebenfalls über Lektüre freuen.

Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an die Buchhandlung Kirchheim, die uns die Preise freundlicherweise gestiftet hat.


Johannes Prosinger