„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt!“

Exkursion der Klasse 8b auf die Burg Schwaneck

Dieses berühmte Zitat Mahatma Gandhis sollte das Leitmotiv des dreitägigen Seminars sein, das die Klasse 8b zusammen mit Frau Wild und ihrem Klassenleiter Herrn Prosinger vom 27. bis 29. Oktober ins Bildungszentrum Burg Schwaneck nach Pullach bei München führte. Unter dem Motto „Projekte initiieren – von der Idee zur Umsetzung“ sollte der Workshop den Jugendlichen die Möglichkeit geben, selbst aktiv zu werden und neue Ideen zu entwickeln, um sie dann gemeinsam auf den Weg zur Umsetzung zu bringen.

Inhaltlichen Rahmen des Seminars bildete die 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung, die 2015 beim UNO Nachhaltigkeitsgipfel verabschiedet worden war und 17 Ziele umfasst, die die internationale Zusammenarbeit in zentralen Politikbereichen in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich prägen wird. Zielsetzung der 2030-Agenda ist es, die globale Entwicklung sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten.

Wie die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b die drei Tage erlebt haben, schildert Elisabeth Rupprecht eindrucksvoll:

„19 Kinder mit 19 Rollkoffern schepperten lautstark durch Gauting zur S-Bahnstation. Eine Stunde lang ging es mit kurzem Umstieg an der Donnersberger Brücke bis nach Pullach im Isartal zur Burg Schwaneck, in der wir drei Tage lang dem Schulalltag entfliehen und unser eigenes Projekt entwerfen konnten.

Kaum angekommen, erwartete uns das „Tor der Woche“, was sich als Geschicklichkeitsspiel herausstellte, bei dem wir unsere drei Referentinnen, Pia, Bianka und Carolin, kennenlernten: Ziel war es durch ein schwingendes Springseil zu laufen, ohne dieses zu berühren – ganz schön schwer. Doch nach einigen Anläufen haben wir es geschafft.

Danach durften wir auf den Burgturm steigen, der das Isartal mächtig überragt. Es war eng, es war dunkel und es waren viele – wirklich sehr viele – Stufen. Die Schritte unserer Klasse donnerten durch den ganzen Turm, während wir die Treppe hochstiegen – und immer lauter schnauften. Nach gefühlt Hunderten von Stufen war es endlich geschafft und die Mühe hatte sich gelohnt: Von hier oben sahen wir die Bäume, die der Herbst bunt gefärbt hatte, und die Isar, die sich durch die Landschaft schlängelte.
Bald gab es Mittagessen – sehr lecker und sogar „bio“, also passend zu den Projekten zum Thema „Nachhaltigkeit“, die wir uns suchen und in den kommenden drei Tagen im Rahmen eines Workshops planen sollten. Sofort machten wir uns an die Arbeit und vertieften uns so sehr in unsere Ideen, dass wir die Zeit völlig vergaßen und der Nachmittag im Nu vorbei war. Nach dem Seminar machten wir uns über das leckere Abendessen her, spielten noch gemeinsam im mittelalterlich anmutenden Gruppenraum der Burg und fielen schließlich todmüde ins Bett.

Am nächsten Tag mussten wir schon wieder früh aufstehen. Denn der Workshop begann um 9 Uhr und endete erst um 17 Uhr am Abend – ein straffes Programm, wie wir fanden. Doch die Planung unserer Projekte war im vollen Gange und erlaubte nur wenige Verschnaufpausen. Dennoch fanden wir immer wieder Zeit, um die verwinkelte Burganlage oder den Spielplatz auf dem weitläufigen Gelände zu erkunden. Am Ende des Tages waren wir zwar alle sehr geschafft, jedoch haben wir sehr viel Neues zum Thema „Nachhaltigkeit“ gelernt.

Am nächsten Morgen hieß es dann, noch früher aus den Federn zu kriechen, da wir die Zimmer fegen und unsere Koffer packen mussten. Zum Abschluss unseres Workshops durften wir unsere geplanten Projekte vorstellen und im Plenum die Umsetzungsmöglichkeiten diskutieren. Eine Gruppe hat es sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, an Schulen die Aufklärung über den Klimawandel voranzubringen, während andere Schülerinnen und Schüler Brett- oder Kartenspiele zum Thema „Nachhaltigkeit“ entwerfen wollen.

Nach drei ereignisreichen und produktiven Tagen ging es nun leider schon wieder nach Hause – im Gepäck unsere eigenen Projekte, an denen wir auf jeden Fall weiterarbeiten werden, um sie in die Realität umzusetzen.“
 

Elisabeth Rupprecht und Johannes Prosinger