Vortrag von Joachim Gauck

Wann beginnt und wann endet Toleranz? Das ist eine Frage, die in der gegenwärtigen Situation von vermehrt aufkeimendem Antisemitismus gestellt werden muss.

Am Dienstag, den 19. Oktober, haben wir, 6 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b, die Möglichkeit bekommen, zusammen mit Herrn Weikmann einen Vortrag des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck in der Allerheiligen-Hofkirche zu besuchen, der sich mit genau dieser Frage beschäftigt hat. Nach einigen einleitenden Worten des Antisemitismusbeauftragten Dr. Ludwig Spaenle hat sich Gauck in einem mitreißenden Vortrag mit der Thematik auseinandergesetzt, wie wir, als demokratische Bürgerinnen und Bürger, intoleranten Menschen begegnen sollten. Durch viele persönliche Erfahrungen aus seiner Kindheit zur Zeit des Nationalsozialismus und der DDR hat er verstanden, was es bedeutet, für Freiheit und Offenheit gegenüber allen Mitmenschen zu kämpfen.

Die Möglichkeit für den Besuch dieses Vortrags haben wir aufgrund der Teilnahme an dem Projekt „60 Jahre Eichmann Prozess“, erhalten, bei dem wir einen Podcast über das Verhör des nationalsozialistischen Kriegsverbrechers Adolf Eichmann aufnehmen. Joachim Gauck hat uns noch einmal vor Augen geführt, wie wichtig es ist, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, und nach den Regeln eines demokratischen und toleranten Staates zu leben, zu handeln, zu streiten und seine Meinung zu äußern.


Marlene, Rosalie und Franziska