Kunstwettbewerb: „Bau dir deine Welt“ - Wie wollen wir leben?

Daniel (5d) gewinnt mit seinem Bild den ersten Platz in Bayern.

Wie wollen wir leben? Und: Wie kann Architektur die Welt verändern? Mit diesen komplexen, zukunftsorientierten Fragen des Internationalen Kreativ-Wettbewerbs der Raiffeisenbank setzten sich die Schülerinnen und Schüler des Otto-von-Taube-Gymnasiums mit ihren Kunstlehrerinnen Svantje Munzert, Steffi Müller und Barbara Lutz-Sterzenbach auseinander. Und sie fanden überzeugende Antworten: konstruktive, romantische, utopische Visualisierungen, wie das Bauen in Zukunft gestaltet sein könnte. Die Verantwortung der Architektur für ein harmonisches Zusammenleben der Menschen in Einklang und im Miteinander mit der Natur spielte dabei in vielen Entwürfen eine zentrale Rolle. So überzeugten die Zeichnungen, die digitalen Entwürfe, die fotografierten Modelle und filmischen Annäherungen die Jury in hohem Maße.

Ein Fest für alle wurde dann auch die Preisverleihung am 23.6. 2021: In den 10. Klassen wurden Annika Frenck (10 c), Mariella Werner und Georgiy Konakov (10e) für ihre Zeichnungen utopischer Städte geehrt. Leo Gebhardt (10b) gewann einen zusätzlichen Preis für seinen experimentellen Film, in der reale Außenräume in abstrahierte Farbfelder transformiert werden und die Bilder ständig zwischen real und virtuell changieren. Auch in den 7. und 8. Klassen wurden mehr Preise als üblich vergeben. So faszinierten die feinen Architektur- Zeichnungen von Annelie Lekies (7b), Marie Stüber (8c), Jaro Holland (8b) und Wangzi Deng die Jury.

Die 5. und 6. Klassen waren an diesem sonnigen Mittwoch die letzten, die geehrt wurden und dies aus gutem Grund. So konnten Jegor Fomin (5e), Vincent Feichtinger (5d) und Carl Kullmann (6a) sich über die Preisgeschenke für ihre originellen und intensiven Bilder freuen.

Zum Schluss gab es dann aber eine Überraschung als Highlight, die sogar bei der erfolgsgewohnten Kunstfachschaft für Staunen sorgte: Daniel Schmidts (5d) wurde mit seiner poetischen Architektur-Vision „Stadt im Meer“ nicht nur Schulsieger und Landkreissieger, sondern erster Künstler seiner Jahrgangsgruppe in Bayern!

 

„Meine Stadt soll eine Unterwasserbasis und ein Wohnort für Menschen darstellen. Ich habe das Bild mit Aquarellfarben gemalt. An dem Turm ist ein Wasseraufzug angebracht In den Kuppeln gibt es einmal eine Vorratskammer, einen Schafstall, einen Kaktuswüste, Rosengarten, eine kleine Stadt, einen Bambuswald und einen Regenwald. Neben dem Gebäude fliegen ein Heißluftballon und ein Luftschiff. Unter Wasser tauchen ein Kugelfisch-U-Boot und ein Fisch-U-Boot In der Unterwasserbasis ist eine Seetang-Farm. Auf der Wasseroberfläche ist eine Plattform mit Boot-oder Fischersteg“, so erklärt Daniel seine zarte und präzise Zeichnung. Im Juli erwarten ihn noch eine digitale Ehrung und ein erneuter Besuch, in dem er sich über einen noch größeren Preis freuen darf. Die Kunstfachschaft freute sich ihrerseits über eine finanzielle Unterstützung für die Kunst am Otto-von-Taube-Gymnasium, und damit auf viele neue Farben!

 

Barbara Lutz-Sterzenbach (Kunst)