Praktikumstag im Maxlab

Früh morgens am 23. Februar sind wir, eine Gruppe aus Frau Constens Biologie-Q11- und Q12-Kursen, mit der S-Bahn und dem Bus zum Max-Plank-Institut nach Martinsried gefahren.

Dort angekommen haben wir vor dem Gebäude für Neurobiologie und Molekularbiologie die Sicherheitsanweisung bekommen und wurden von Fr. Dr. Ina Peters, der Leiterin des MaxLabs, in Empfang genommen. Wir gingen gleich danach in das Schülerlabor. Es war beeindruckend! Der Raum war sehr groß und hatte mehrere Reihen mit verschiedenen Dingen auf den Tischen, mit denen niemand von uns recht wusste, was man damit tat. Aber wir fingen auch erst einmal mit der Theorie an. Ziel des Praktikums war es, den unterschiedlichen Verlauf von einer bestimmten Krebserkrankung anhand einer Mutation in der Mäuse-DNA zu untersuchen. Nach der Theorie wurden wir in Zweiergruppen eingeteilt und durften sogar echte Laborkittel tragen! Die verschiedenen Gruppen haben verschiedene DNA-Abschnitte von Mäusen untersucht. Um herauszufinden, welche Maus einen aggressiven Verlauf der Krebserkrankung hätte, und welche nicht, hatte man sog. Snips in die DNA der Mäuse geschleust. Diese verlängern den DNA-Abschnitt. Um genug Arbeitsmaterial zu haben, mussten wir zunächst die DNA in einer PCR vermehren. Diese Prozedur dauert lange, deshalb hatten wir einen 30-minütigen Vortrag über das Max-Plank-Institut Martinsried. Über die Arbeit, die Angestellten/-innen, was sie schon alles herausgefunden hatten und natürlich über den Namensgeber des Instituts. Danach hatten wir eine halbe Stunde Mittagspause, in der wir uns auf dem Campus frei bewegen durften.  Die meisten sind in die Kantine zum Mittagessen gegangen. Nach der Pause ging es dann sofort weiter. Wir hatten nochmal einen theoretischen Teil, wo wir das weitere Vorgehen erfuhren. Die Praxis sah dann folgender Maßen aus: Wir gossen ein Gel, in dem wir später die DNA „rennen“ sehen würden. Dazu mussten wir die DNA mit Spezialpipetten in winzig kleine Kammern in dem Gel geben. Da brauchte man eine ruhige Hand und seine ganze Konzentration. Da war sehr schwierig und anstrengend, aber alle haben es geschafft. Danach mussten wir nochmal 45 Minuten warten bis die DNA durch das Gel „gerannt“ war. In der Zwischenzeit durften wir unsere eigene DNA aus der Mundschleimhaut isolieren. Wenige Minuten später hielten wir unsere eigene DNA in den Händen! Diese durften wir in kleinere Ampullen umfüllen und mit nach Hause nehmen. Am Schluss fehlte noch die Auswertung unserer „gerannten“ Mäuse-DNA. Gemeinsam interpretierten wir unsere Ergebnisse aus der Gelelektrophorese und konnten somit, die entsprechenden DNA-Abschnitte identifizieren.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Praktikum für uns Schüler/innen ein voller Erfolg war. Der Tag im MaxLab war interessant, lehrreich, spannend und hatte dabei noch das richtige Maß an Theorie.


Paulina Sporrer, Q11