Workshop zum wissenschaftlichen Arbeiten

„Eine wissenschaftliche Aussage ist eine Äußerung, auf welche die Bewertung „richtig“, „falsch“ oder „richtig mit einem gewissen Grad von Wahrscheinlichkeit“ zutrifft.“ - A. Rapoport 1972

Was ist Wissenschaft? Wie formuliere ich eine Forschungsfrage, die mit meinen Interessen übereinstimmt? Wie schreibe ich eine Forschungsarbeit? Dies sind die Themen, mit denen wir uns am 13. Januar 2021 in einem Workshop zum wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt haben. Sie sind für uns besonders relevant, da wir demnächst beginnen werden, selbst zu forschen und unsere wissenschaftliche Arbeit anzufertigen.

Der Workshop fand aufgrund der aktuellen Corona-Lage nicht, wie in den vergangenen Jahren, an der TUM School of Education, sondern über eine Videokonferenz statt. Dennoch war er durch viele Gruppenarbeiten und interaktive Aufgaben nicht nur informativ und spannend, sondern auch sehr abwechslungsreich und hat uns große Freude bereitet. Zusätzlich bekamen wir die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen, was sich als sehr hilfreich erwies.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Luise Poetzsch, die den Workshop leitete, begannen wir zunächst damit, unser Vorwissen auf einem sogenannten „Miro Board“ zu sammeln und zu besprechen. Anschließend beschäftigten wir uns mit der Frage „Was ist Wissenschaft?“, welche wir mit dem obigen Zitat beantworteten. Danach testeten wir unser Wissen zu den verschiedenen Arten des Erkenntnisgewinns in einem Kahoot-Quiz. Im Anschluss an einen kurzen Vortrag über verschiedene Vorgehensweisen, mit denen man in seiner Arbeit an eine wissenschaftliche Aussage anknüpfen kann, durften wir uns in Kleingruppen mithilfe von Breakout-Sessions die Gütekriterien einer Forschungsarbeit erarbeiten und anschließend gegenseitig vortragen. Der nächste Themenblock handelte, passend zu unseren aktuellen Bemühungen, von der Auswahl eines Forschungsthemas und der anschließenden Formulierung der dazu passenden Forschungsfrage. Wie zuvor trugen wir unsere momentanen Strategien zusammen und besprachen diese anschließend. Wir erhielten zusätzlich Tipps und Anregungen zur Themenfindung und bekamen die Möglichkeit, unsere eigenen Ideen zu Fragestellungen vorzustellen. Danach ging es um verschiedene Möglichkeiten zur Bearbeitung der gewählten Fragestellung.  Dazu haben wir erstmal den logischen Ablauf behandelt und einige wichtige Fachbegriffe geklärt. Mögliche Herangehensweisen wären die Auswertung von Daten, welche aus Experimenten oder einer Simulation gewonnen wurden oder die Konstruktion eines neuartigen Objektes. Nachdem wir uns mit allen wichtigen Bausteinen zum Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt hatten, vertieften wir das Gelernte, indem wir eine bereits bestehende Arbeit in einzelnen Gruppen auf besonders gelungene Stellen oder Fehler untersuchten und das Gefundene zusammentrugen.

Nach einer wohlverdienten Mittagspause starteten wir mit neuer Energie in die zweite Hälfte des Workshops und setzten uns mit der klassischen Gliederung einer Forschungsarbeit auseinander. Anschließend analysierten wir, wieder in Breakout-Sessions, ein Beispiel eines Inhaltverzeichnisses und überlegten uns Verbesserungsvorschläge. Da die logische Argumentation in unserer Wissenschaftsarbeit außerordentlich wichtig ist, wurden uns danach noch verschiedene Argumentationstypen vorgestellt. Um das Gelernte zu festigen, erarbeiteten wir in Vierergruppen jeweils ein Beispielargument. Zum Abschluss bekamen wir einige hilfreiche Tipps zur Einschätzung der Qualität von Quellen, damit wir uns problemlos über unsere Forschungsthemen informieren können und wissen, welche Informationen wir ohne Bedenken in unsere Arbeiten einbeziehen können.

Wir bedanken uns im Namen des TUM-Kollegs herzlich bei Frau Luise Poetzsch, die uns trotz der begrenzten Möglichkeiten eine sehr spannende und lehrreiche Videokonferenz geboten hat, welche uns sehr gut auf das Schreiben unserer wissenschaftlichen Arbeiten vorbereiten konnte.

Saskia Unz und Leonie Harst