22 mögliche Schlüsse, acht verschiedene Hauptteile, vier wählbare Genres – und alles mit dem gleichen Anfang: Erstellung einer interaktiven Erzählung

Die Klasse 7f hat im Deutschunterricht des vergangenen Schuljahres eine interaktive Erzählung erstellt und dabei – den erschwerten Bedingungen des Distanzunterrichts zum Trotz – überdurchschnittlich viel Engagement, Teamfähigkeit und Kreativität bewiesen.

Aufgeteilt in vier Gruppen recherchierten die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der zwölfstündigen Unterrichtssequenz zunächst selbstständig nach typischen Merkmalen der Genres Liebesgeschichte, Fantasy, Krimi und Science-Fiction, um daran anknüpfend ihren Schreibprozess zu planen. Die Verschriftlichung dieser Planung (Textproduktionsphase) geschah zum Großteil in zuverlässiger und auch mühsamer Eigenarbeit zu Hause. Dabei sahen sich die Schülerinnen und Schüler gleich zwei Problemen ausgesetzt: Einerseits standen sie vor der Herausforderung, die Interessen eines jeden der bis zu sechs Gruppenmitglieder zu berücksichtigen und einen Kompromiss zu finden, der die Erzählung in ihrer Handlung logisch fortführt und gleichzeitig genügend Anknüpfungsmöglichkeiten für weitere abzweigende Handlungsstränge bietet. Andererseits ergab sich das Problem, dass sich die Schülerinnen und Schüler in dieser auf Kooperation und Kollaboration angelegten Schreibphase, den Hygienemaßnahmen geschuldet, in ihrer Kontaktaufnahme beschränken mussten. Als Alternative zur herkömmlichen Gruppenarbeit griffen sie daher auf digitale Hilfsmittel wie zum Beispiel das Etherpad zurück. Die Verwendung dieses Tools stellte sich nachträglich als äußerst produktiv heraus und erfolgte in einem für die siebte Jahrgangsstufe bemerkenswert hohen Maß an Organisationsfähigkeit, Selbstverantwortung und Kommunikationsgeschick. Schreibkompetenz bewiesen die Schülerinnen und Schüler außerdem in der nicht zu unterschätzenden Überarbeitungsphase, in der sie ihre eigenen und stellenweise auch fremde Texte kriterienorientiert überprüften und anschließend verbesserten. Eine letzte Herausforderung bestand schließlich in der interaktiven Struktur der zu schreibenden Erzählung, die es für die Schülerinnen und Schüler erforderlich machte, die Leserperspektive auf eine neue Art zu berücksichtigen.

Was es mit dieser interaktiven Struktur auf sich hat und wie sich eine interaktive nun genau von einer normalen Erzählung unterscheidet, das ist mit einem Klick auf den unten stehenden Link zu erfahren. Entstanden ist ein Ergebnis, das an dieser Stelle voller Stolz veröffentlicht werden darf, nämlich eine Erzählung, die ausgedruckt über 100 Seiten umfassen würde und knapp 44.000 Wörtern entspricht. Es gibt also eine Menge zu entdecken: Es warten spannende Passagen, lustige Momente sowie tragische Konflikte und allem voran die verschiedensten Figuren, die einen schmunzeln, gruseln, grübeln und stellenweise vielleicht eine kleine Träne verdrücken lassen. Lesen lohnt sich! Und dabei wünsche ich allen viel Vergnügen.

Matthias König

--> und hier geht's zur Geschickte: Klick