Was für ein Affentheater

Primatenbeobachtung des Q12 Biologiekurses im Tierpark Hellabrunn

Am 29.1.2020 machten wir, der Q12 Biologiekurs bei Frau Halm eine Exkursion in die Münchner Tierparkschule Hellabrunn, um an einer Primatenbeobachtung teilzunehmen. Unter Primaten („die Vorrangigen“) versteht man die Säugetierordnung von Carl von Linné, die Menschen und Affen in ihre unterschiedlichen Entwicklungsstufen einteilt. So gibt es heute 400 Primatenarten, die sich stark in ihrem Aussehen, ihrem Verhalten und ihrer Lernfähigkeit unterscheiden. Zu Beginn der Studie teilten wir uns selbst in fünf Gruppen auf und bearbeiteten die Bögen zur Verhaltensuntersuchung selbstständig. In vier bis fünf großen Gruppen wurden wir den Affenarten Lisztäffchen, Silbergibbon, Sumatra-Orang-Utan, Drill und Katta zugeteilt. Wir bekamen zwei Stunden Zeit, um intensiv unsere jeweilige Affenart nach Fortbewegung, Fressverhalten, Körperpflegeverhalten, sozialer Verhaltensweise, Physiognomie des Kopfes und den Einsatz der Hände und Füße zu beobachten. Bei der Beobachtung griffen wir auf die spezielle Scan-Methode des Zeitpunktprotokolls zurück: In regelmäßigen Zeitintervallen (alle zwei Minuten) wird notiert, ob das Tier lag, saß, stand, sprang, lief oder kletterte. Am Ende dividiert man eine spezielle Verhaltensweise durch die Gesamtzahl aller und erhält somit einen prozentuellen Anteil, so weiß man dann zum Beispiel, dass ein Affe 75% der Beobachtungszeit geklettert hat. Am Ende trugen wir die Ergebnisse vor unseren Klassenkameraden vor und die Unterschiede konnten dadurch nochmals verdeutlicht werden. Dieser Workshop ermöglichte eine Vertiefung des Unterrichtsstoffes durch eine praktische Anwendung.

Paula Doll, Q12