Auf Patrouille mit der Navis Lusoria

Im Juni war es wieder soweit: Die 6. Klassen des OvTG besuchten im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der Fachschaften Geschichte und Latein den Nachbau des spätrömischen Flusskriegsschiff „Navis Lusoria? in Regensburg, ein Projekt der Universität Regensburg.

Zusammen mit den Geschichts- und Lateinehrkräften unternahmen die Schülerinnen und Schüler eine Tagesexkursion, auf den Spuren römischer Grenzpolitik und mit erster Annäherung an Methodiken der experimentellen Archäologie.


Hier ein Erfahrungsbericht von Schülerinnen und Schülern aus der 6d:

Als wir mit dem Bus in Regensburg angekommen sind, wurden wir direkt zum Schiffsanlegeplatz an der Naab geführt, einem Nebenfluss der Donau. Dort durften wir das römische Patrouillenschiff des Typs „Navis Lusoria? (wörtlich: spielendes Schiff) betreten. Der Kapitän, ein Student und Projektmitarbeiter der Universität Regensburg, erklärte uns, wie das Schiff aufgebaut ist und wie das Rudern funktioniert. Nach der kurzen Einweisung mussten wir zuerst einmal üben, wie man das Schiff im gleichen Takt steuert. Das war gar nicht so einfach, denn wenn einer nicht mit dem Team arbeitete oder nicht im Takt war, bremste das Schiff aus. Das funktionierte anfangs nicht so gut, aber als der Kommandeur uns den Takt vorgab, klappte es doch. Es gab sogar ein Wettrennen mit der Parallelklasse. Als wir uns für kurze Zeit auf dem Schiff treiben ließen, erzählte uns der Kapitän, wie es als römischer Soldat auf dem Patrouillenschiff war. Erstaunlich war, dass knapp 30 gut ausgebildete Soldaten, die auf dem Schiff Platz hatten, teilweise über 12 Stunden Patrouille fahren konnten. Wir fuhren aber ungefähr nur eine Stunde, und als wir mit viel Präzision wieder anlegten, waren wir ganz schön erschöpft.

Sobald wir wieder an Land waren, erwartete uns ein in römischer Legionärsuniform gekleideter Mann, der uns über die Ausrüstung eines römischen Fußsoldaten informierte. Wir durften sogar die Ausrüstung berühren und auch anlegen, am Schluss war dann noch Zeit für Fragen.

Bevor es wieder zurück nach Gauting ging, gab es noch für jeden ein Eis. Es war  insgesamt ein sehr schöner Tag und trotz der großen Hitze hatten alle sehr viel Spaß. Es war außerdem eine tolle Erfahrung, mit einem originalgetreuen römischen Schiff zu fahren.

Lennard, Nils, Lisa, Ronja aus der 6d