Schülermedientag 2019

Fakten gegen Fakes.

Wie glaubwürdig sind unsere Medien? Wie sehr werden wir von ihnen in unserem Denken und in unserer Wahrnehmung beeinflusst?

Rund um den 3. Mai, dem Tag der Internationalen Pressefreiheit, fand der erste bayernweite Schülermedientag statt. Auch das Otto-von-Taube Gymnasium bekam am 15. Mai, also knapp zwei Wochen später, Besuch von einem der rund 200 Medienprofis, die sich bei dieser Aktion engagierten.
Die Idee eines Schülermedientags entstand während der Zusammenarbeit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit mit der Süddeutschen Zeitung sowie dem Bayerischen Rundfunk.
Ein Ziel des Schülermedientags ist es, den Schülerinnen und Schülern zu erklären, wie Journalisten arbeiten, und damit auch Vorurteile gegenüber Medien abzubauen.

Herr Jasper Ruppert vom Bayerischen Rundfunk besuchte die Schülerinnen und Schüler des W-Seminars „Soziale Netzwerke“ (Deutsch) und gab in einem Vortrag unter anderem Einblicke, wie Fake News in sozialen Netzwerken entstehen, wie sie als solche entlarvt werden können, und illustrierte dies mit sehr anschaulichen Beispielen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren aus erster Hand, wie man recherchieren kann, ob ein Video echt ist.

Ein spektakuläres Beispiel dafür, wie sich Falschnachrichten in Social Media in Windeseile verbreiten, ist der Amoklauf im Münchner Olympia-Einkaufszentrum im Juli 2016. Interessant war dabei andererseits zu sehen, wie die Polizei selbst soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter nutzte, um User korrekt zu informieren und Falschnachrichten, die zu Massenpaniken führen können, zu widerlegen.

Weiter erfuhren die Seminarteilnehmer*innen, wie gekonnt Fotos zur (Selbst)Darstellung eingesetzt werden und welche Medien überhaupt geeignet sind, sich über das aktuelle politische Tagesgeschehen zu informieren. Abschließend konnten die Schülerinnen und Schüler dem Experten, der für die Nachrichten-App BR24 zuständig ist und an der Frenesius Hochschule journalistische Grundlagen und Sportjournalismus unterrichtet, in einer offenen Runde Fragen zur heutigen Medienlandschaft stellen. Dadurch erhielten die Schüler*innen  weitere Ideen und Impulse für ihre Seminararbeitsthemen.

Eines wurde klar: Medienbildung kommt gerade in Zeiten der Digitalisierung auch eine enorme politische Bedeutung zu, um etwa die Beeinflussung und Indoktrination der jugendlichen Mediennutzer zu verhindern.
Wir danken Herrn Ruppert herzlich für sein Engagement und seinen Besuch!

Heidi Lengler
für das W-Seminar „Soziale Netzwerke“