ErasmusPlus-Fahrt nach Faversham, England im April 2019

Im Rahmen des ErasmusPlus Projekts „Global warming – Future scientists facing a future problem“ oder kurz „CLI-MATES“, fand vom 02.04.19 bis zum 06.04.19 der Besuch an unserer Partnerschule in Faversham, England statt, um dort gemeinsam an Lösungen zum Aufhalten der Erderwärmung zu forschen. Um klimafreundlich zu reisen, legten wir die Strecke mit dem Zug zurück, so dass wir auf dem Hinweg sogar die Gelegenheit für einen kurzen Zwischenstopp mit Stadtspaziergang in Brüssel hatten.

Um die Prinzipien des Klimawandels auch öffentlich und in Schulen verständlich darstellen zu können, arbeiten wir, das heißt Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse mit Frau Meincke, Herrn Frank und Frau Blümel, seit Beginn des Schuljahres zusammen mit Schülerinnen und Schülern der englischen Schule an einem Koffer, der visualisierende Experimente beinhaltet. Diese zeigen, wie der Treibhauseffekt funktioniert, welchen Effekt der CO2-Ausstoß auf die Meere und dessen Lebewesen hat und warum unser Planet so schützenswert ist. Die Idee ist, dass jemand, der den Klimawandel nicht nur als Begriff aus den Nachrichten kennt, sondern selbst wissenschaftlich verstanden hat und die genauen Ursachen der Erderwärmung kennt, viel eher bereit ist umweltfreundlich zu handeln.

Mit unseren englischen Partnerinnen und Partnern haben wir vergangene Woche diese Experimente verbessert und am Marktplatz von Faversham erstmals in der Öffentlichkeit getestet. Die an unserem Projekt interessierten Passanten wussten meist erstaunlich wenig über den Klimawandel, einer stritt sogar dessen Existenz ab. Durch die veranschaulichenden Versuche wurde jedoch den meisten klar, dass es einen Unterschied zwischen Plastikmüll in der Themse und einer globalen Erwärmung gibt, was von manchen zuvor für dasselbe Problem gehalten wurde.

In der englischen Schule, der Queen-Elizabeth’s-Grammar-School in Faversham, hielt uns Max Tant, der Flut- und Wassermanagementbeauftragte von Kent, einen Vortrag über die Auswirkungen des Klimawandels auf Überschwemmungen durch Flüsse und Meere. Durch heißere, trockenere Sommer mit extremeren Stürmen und regnerischen Wintern steigt das Risiko von Fluten in England stark an.
Auch trafen wir einen Experten für erneuerbare Energien, der uns die Funktionsweise von Solarzellen und den aktuellen Stand der Politik zur Energiewende erklärte. Für unsere Forschung bot er uns sogar an, den CO2-Ausstoß unserer Zugreise nach England auszurechnen und mit den Werten der Engländer zu vergleichen, die mit dem Flugzeug nach Deutschland gereist waren.

Zum Projekt gehört auch, dass die beiden Schulen zwischen den Treffen einen Wettbewerb austragen. Dieses Mal bauten beide Gruppen ein Modell eines Solarbusses – unserer im Design eines Münchner Linienbusses. Der schnellere Bus sollte gewinnen, wobei auch verschiedene weiteren Regeln eingehalten werden mussten. So mussten beispielsweise bestimmte Solarpanels verwendet werden, außerdem sollte der Bus wie ein echter Bus aussehen und zehn Playmobil-Passagiere sowie einen Playmobil-Fahrer transportieren können. Da der Bus der Gautinger Schülerinnen und Schüler alle Regeln erfüllte, gewannen wir diesen Wettbewerb.
Natürlich beinhaltete der Austausch auch einen Kulturtag. An diesem fuhren wir mit dem Zug nach London, wo wir einen Stadtspaziergang machten und im Sky Garden den Ausblick genossen. Besonderes Glück hatten wir am Buckingham Palace, wo wir einen Wachwechsel beobachten konnten.
Der Austausch und die Kooperation mit den Engländern hat uns sehr viel Spaß gemacht und unser Projekt, das Bauen eines Klimakoffers, weit vorangebracht. Die Woche war sehr schön und wir haben nicht nur in Bezug auf die englische Sprache viel gelernt.

Lena, Julia und Leopold