Ausflug ins Mittelalter

Habt ihr auch schon mal davon geträumt, wie Fürst und Gräfin in einer großen Burg zu leben? Doch wie war das Leben auf einer mittelalterlichen Festung und wozu dienten die Burgen überhaupt? Das hat die Klasse 7b am 14. Dezember auf einer Exkursion zur Burg Grünwald erfahren.

Aber erst einmal blieb die S-Bahn auf dem Weg stehen blieb und wir mussten lange in der kalten Luft warten, bis eine weitere Bahn einfuhr und uns zum Rosenheimer Platz brachte. Von dort aus ging’s dann in der Straßenbahn warm und zügig nach Grünwald. Die Anfahrt lohnte sich, denn die alte Burg aus dem 14. Jahrhundert ist einen Besuch wirklich wert.

In der Festung auf einem Berg über der Isar bekommt man einen perfekten Eindruck, wie die Adligen im Mittelalter lebten. Zuerst besuchten wir einen Workshop, bei dem wir Fibeln bastelten. Danach führte uns ein Historiker durch die Burg und gab uns interessante Informationen zu dem Bauwerk. Das Burgmuseum enthält viele anschauliche Modelle und alte Funde von Schmuck und Schwertern. Doch diese Burg ist in Bayern keineswegs eine Ausnahme. In unserem Bundesland gab es um die 5000 Burgen. Meistens dienten sie nur als Statussymbol, mit dem die Adligen ihre Macht repräsentierten. Auf dem Hügel vor der Isar und mit zwei Mauern war sie perfekt vor Angreifern geschützt und wurde in tausend Jahren nur einmal belagert. Zwar ist die Burg nur noch eine Ruine, da ein Teil in den Fluss stürzte, als der Hang weggespült wurde, doch ein Besuch zahlt sich eindeutig aus. Selbst Geschichtsmuffel haben Spaß an der informativen Ausstellung und bei den hoch aufragenden Türmen und den Bogengewölben kann sich jeder mal wie ein richtiger Graf fühlen.

Dieser Ausflug hat uns das Leben im Mittelalter ein Stück nähergebracht. Wenn ihr euren Lehrer nicht zu einem Besuch dieser Burg überreden könnt, macht euch am Wochenende selbst auf den Weg!

Rosalie Trilling und Magdalena Wieser, 7b