Bericht zur Mini-MUN

Am Donnerstag, den 18.01.2018 fand ein Planspiel der Vereinten Nationen für die gesamte Q12 in den ersten beiden Schulstunden statt. Das P-Seminar „Model United Nations (MUN)“ von Frau Heimsoeth hatte bereits im Zuge des Seminars zwei dieser Planspiele besucht und organisierte nun die Mini-MUN als Abschlussprojekt in den sechs Geschichtskursen der Q12.

Mit dem Ziel, den Schülerinnen und Schülern die Entscheidungsfindung der UN näherzubringen, arbeiteten diese als Delegierte verschiedener Nationen an einem Gesetzesentwurf der UN-Generalversammlung zur Eindämmung von chemischen Waffen. Moderiert wurde das Planspiel von den Ausschussleitungen, bestehend aus je zwei P-Seminar-Teilnehmern pro Kurs, welche die Diskussion leiteten.

Das Seminar traf sich um 7:20 Uhr, um noch die letzten Vorbereitungen zu treffen. Die Tische wurden für eine bessere Raumaufteilung umgestellt, die Unterlagen für die Schülerinnen und Schüler vorbereitet und zur Sicherheit noch einmal die PowerPoint Präsentationen überprüft, um ein organisiertes Planspiel zu ermöglichen und die Diskussionszeit nicht mit Vorbereitungen zu verschwenden. Kurz vor Unterrichtsbeginn war alles bereit.

Zu Beginn präsentierten die Ausschussleitungen die vorbereitete PowerPoint Präsentation, welche die Aufgaben der UN, den weiteren Ablauf und Gesprächsregeln der anstehenden Ausschussarbeit erklärte. Danach begann die Einlesezeit für die Schülerinnen und Schüler, in der sie sich durch das Lesen der bereitgestellten Materialien auf die Rolle ihrer Delegation und die Debatte vorbereiten konnten. So befassten sich die Oberstufenschülerinnen und –schüler einerseits intensiv mit einem Policy Papers, das die Position der jeweiligen Nation zum Ausschussthema prägnant darstellte. Anderseits wurde die zur Diskussion stehende Resolution studiert. Anschließend wurden aufkommende Fragen seitens der Delegierten beantwortet.

Um kurz vor halb neun war die Einlesezeit in allen Kursen vorbei und somit begann der eigentliche Teil des Planspiels. Es wurden die ersten freiwilligen Reden zum generellen Standpunkt der Länder gehalten, wobei in einigen Kursen die Beteiligung zunächst etwas zögerlich war, was vermutlich auch daran lag, dass die gesamte Diskussion auf Englisch geführt wurde.
Nach einer Weile wurde die Stimmung in allen Kursen lockerer und es wurden viele sehr gute Reden gehalten und erste Points of Information (Rückfragen an den Redner) eingebracht. Auch die Resolution wurde immer stärker debattiert und viele Amendments (Änderungsvorschläge an der Resolution) wurden diskutiert. Die Motivation war inzwischen in allen Kursen sehr hoch und führte zu hitzigen Debatten. Positiv anzumerken ist überdies, dass auch Delegierte mit einem für das Thema bedeutungsvolleren Land sich gut in der Debatte eingebracht haben. So nahmen beispielsweise Nordkorea oder Indien in jedem Kurs eine äußerst aktive Rolle ein und trugen somit zu einer sehr lebhaften Diskussion bei.

Nach weiteren Reden für oder gegen die ganze Resolution neigte sich das Planspiel langsam dem Ende zu. Abschließend wurde die Voting Procedure eingeleitet. Die von Russland vorgelegte Resolution wurde in allen Kursen mit einer überwiegenden Mehrheit angenommen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Projekt sehr erfolgreich verlief. Fast alle Schülerinnen und Schüler haben motiviert mitgearbeitet und das Schülerfazit fiel grundsätzlich sehr positiv aus. Auch Delegierte mit einer schwierigeren Rolle haben aktiv an der Debatte teilgenommen. Die Debatte verlief in jedem Kurs flüssig und lebhaft, sodass man definitiv von einem gelungenen Planspiel sprechen kann.

Presseteam P-Seminar MUN, Q12: Sara Gschwind, Hannes Radinger, Clara Sukopp