Exkursion ins DLR_School_Lab

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist eine der größten und modernsten Forschungseinrichtungen Europas. Im DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen werden Schülerinnen und Schüler altersgerecht an ausgewählte Themen der Naturwissenschaften herangeführt.

Unter fachkundiger Anleitung können die Schülerinnen und Schüler am DLR eigenständig experimentieren. Erfreulicherweise können schon seit längerer Zeit jedes Schuljahr immer mindestens zwei Klassen des OvTG dieses Angebot nutzen. Hier der Bericht des Schülers Philip Altmann aus der 10b:

„Wer hat sich noch nie gewünscht, einmal in einem wissenschaftlichen Forschungszentrum mit professionellen Gerätschaften zu arbeiten und seinen naturwissenschaftlichen Horizont zu erweitern? Diese Gelegenheit wurde uns, den Schülerinnen und Schülern der Klasse 10b am 21. November 2017 geboten, als wir eine Exkursion ins DLR unternahmen. Nachdem wir für kurze Zeit in der eisigen Kälte am Haupteingangstor gewartet hatten, wurden wir von einem der Betreuer, Herrn Tobias Schüttler, in ein beeindruckend wirkendes Konferenzzimmer geführt. Zuerst mussten wir einen langen anonymisierten Fragebogen zu physikalischen Themen und zum Schülerlabor ausfüllen, dessen Fragen teilweise sehr schwer zu beantworten waren. Unsere Klasse wurde dann in gleich großen Gruppen auf vier BetreuerInnen aufgeteilt. Den Vormittag über konnten wir unser Wissen über Fernmessung, Wärmebilder, Umweltspektrographie und viele weitere spannende Themen auffrischen und vor allem auch  erweitern. Es wurde viel diskutiert und erklärt, viele Experimente wurden durchgeführt, auch draußen auf dem Gelände, was trotz des kalten und nassen Wetters uns viel Spaß gemacht hat. So wurde unter anderem die für den Alltag enorm wichtige Frage geklärt, wie man sich in einem Wald am besten vor der Polizei verstecken kann, wenn sie einen mit Infrarotkamera per Hubschrauber sucht. Das Resultat aus verschiedenen Tests war, dass man sich am besten in einem isolierenden Biwak-Sack verstecken soll, da die Wärme nicht nach außen gelangt und man somit kein verdächtiges Bild am Waldboden abgibt. In der Gruppe, die sich mit der Umweltspektrographie befasste, wurde die Frage behandelt, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Vegetation der Erde hat und wie man diese mit möglichst geringem Aufwand messen kann. Dies ist mit der Analyse spezieller Satellitenbilder möglich, aus welchen man den NDVI (=Normalized Difference Vegetation Index) errechnen kann, der wiederum Auskunft über den Grünheitsfaktor und die Dichte der Vegetation gibt. Nach dem Mittagessen wurden die Gruppen getauscht, damit jeder jedes Experiment zu Gesicht bekommen konnte. Der Tag schloss mit einem kurzen Besuch im Columbus Control Center, von dem aus alle europäischen Aktivitäten auf der Internationalen Raumstation (ISS) überwacht werden. Der Anblick der vielen Monitore und Kontrolllampen war schon sehr beeindruckend, aber noch spannender war natürlich der Livestream direkt aus der Station und die Beobachtung der Astronauten bei der Forschung in der Schwerelosigkeit. Da an diesem Tag die 25 Schülerlabore der Helmholtz-Gemeinschaft den Helmholtz-Tag veranstalteten, bekamen wir noch Informationen über einen der bedeutendsten Naturwissenschaftler des 19. Jahrhunderts. Alles in allem war die Exkursion ins DLR School Lab eine sehr interessante Erfahrung, die unser Wissen stark bereichert hat und sicherlich für jeden eine willkommene Abwechslung zum normalen Schulalltag gewesen sein dürfte.“

Herzlichen Dank an Herrn Schüttler und sein Team für die Durchführung dieses sehr interessanten und anregenden Tages.

Heinz Schröpel