Das Ökosystem See praktisch begreifen

In die kühlen Fluten des Ammersees stürzte sich die Klasse 10a am 23.06.2017 bei bestem Sommerwetter auf einer Exkursion in das Naturschutz- und Jugendzentrum in Wartaweil.

Nicht nur spannende Untersuchungen der Fauna eines Sees, sondern auch das selbstständige Bestimmen physikalischer und biologischer Güteindikatoren des Ökosystems standen im Vordergrund dieses Erlebnisses.

Früh morgens ging es mit Bus und Bahn auf die Reise an den Ammersee. Dort traf man sich zunächst mit Frau Dr. König, die den Schülerinnen und Schülern spannende Hintergründe über die Entstehung des Ammersees und die dort schwankenden Umweltbedingungen vergangener Zeit erläuterte. Nach einer kurzen Einführung in die biologischen Arbeitsweisen eines Limnologen durfte die Klasse selbstständig die biotischen und abiotischen Umweltfaktoren des Ammersees untersuchen. Freudig sprang man in die Badelatschen und krempelte die Hosen hoch, um mit Keschern auf die Jagd nach Kleinstlebewesen zu gehen. Anschließend wurden Sichttiefen, Temperaturen und weitere Parameter bestimmt, wobei nicht jeder trocken blieb – was bei dem sommerlichen Wetter jedem entgegen kam.

Da ein plötzlich aufkommender Sturm das Befahren des offenen Gewässers mit einem Ruderboot für weitere Untersuchungen verhinderte, zog man sich in das gemütliche Forschungslabor zurück. Hier beobachteten alle Schülerinnen und Schüler ihre gesammelten Lebewesen unter Binokularen, bestimmten sie mit der Fachliteratur und präsentierten dann stolz ihren Fang. Mit Krebstieren, Blutegeln, kleinen Fischen und vielem mehr wurde das ganze Spektrum der beheimateten Fauna des Sees abgedeckt – ein voller Erfolg für die motivierte Klasse 10a.

Fazit: Trotz Sturm war der praktische Erkenntnisgewinn durch diese Exkursion für alle eine perfekte Ergänzung zum theoretischen Unterricht über das Ökosystem See.

Vanessa Schmitz, Sarah Lindenmeier