Suchtprävention

Suchtprävention – Warum?

Nachrichten ĂĽber das Alter von Jugendlichen und Kindern, die mit verschiedenen Drogen, ob mit sogenannten Alcopops oder mit Zigaretten, in BerĂĽhrung kommen und eine Sucht ausbilden sind alarmierend.
Entwicklungen in der Gesellschaft spiegeln sich stets auch im Lebensraum Schule wieder, und so macht auch die Suchtproblematik vor Schultoren nicht halt.
Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer mĂĽssen deshalb ganz entschieden ihre Aufmerksamkeit auf eine frĂĽhzeitige, langfristige und kontinuierliche Suchtvorbeugung richten.

Suchtprävention – Was ist das?

Suchtprävention ist ganzheitlich zu verstehen und wirkt in erster Linie auf die Ausbildung und Entwicklung lebensbejahender Einstellungen und Verhaltensweisen hin. In ihr rückt die einzelne Person mit ihren Stärken und Schwächen, mit ihren Wünschen und Sehnsüchten aber auch Sorgen und Ängsten in den Mittelpunkt und nicht die Droge.
Von Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern sind das Bewusstsein der eigenen Vorbildwirkung, Echtheit, Offenheit und Vertrauen, gegenseitige Achtung, aber auch Mut zur Autorität gefordert. Bei all dem Drang Jugendlicher nach Selbständigkeit und Freiheit ist nicht zu vernachlässigen, dass sie stets auch auf der Suche nach Orientierung und verlässlichen Werten sind und sich nach Geborgenheit und Zuwendung sehnen.

Suchtprävention – Wie?

Sie hat die Aufgabe, Menschen in ihrer Lebensführung zu unterstützen und ihnen bei der Bewältigung auftretender Probleme Beistand zu leisten. Durch die Ausbildung und Stärkung von Lebenskompetenzen wie Selbstwertgefühl und Eigenverantwortung, sowie Kooperationsbereitschaft soll die Ausbildung einer stabilen Persönlichkeit gefördert werden, die kein ausweichendes Verhalten zeigt und die von einer positiven Einstellung zum Leben geprägt ist.
Die primäre Suchtprävention bei Jugendlichen ist insbesondere dann erfolgreich, wenn Schülerinnen und Schüler frühzeitig an Präventionsprogrammen teilnehmen. Mit der Einrichtung der Intensivierungsstunden bietet sich ein Raum für die Durchführung bereits in der Unterstufe an.

An unserer Schule werden in der Unterstufe die bewährten Präventionsprogramme „ALF“ und „Erwachsen werden“ in das normale Unterrichtsgeschehen und während des Landschulheimaufenthaltes durchgeführt. Ab der Jahrgangsstufe 7 gibt es das Projekt „Be smart – don´t start“. Dabei handelt es sich um einen internationalen Nichtraucher-Wettbewerb. Die Schülerinnen und Schüler werden hier über ein halbes Jahr hinweg ihr Verhalten im Hinblick auf das Thema Rauchen überprüfen. Zudem werden die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe von dem Jugendbeamten der Polizeistelle Gauting besucht, der aus polizeilicher Sicht eine Unterrichtseinheit zum Thema Suchtprävention gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen informieren sich bei einem Besuch der Würmtalklinik in Gräfelfing über Lebens- und Suchtgeschichten von Abhängigen und erhalten einen Einblick in Methoden und Erfolge von Rehabilitationsmaßnahmen. Durch den direkten Kontakt zu den Patienten gewinnen die Schüler eine klare Vorstellung von dem schwierigen Weg, der wieder aus der Sucht herausführt und eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglichen soll.


Unser Präventionsprogramm konnte im vergangenen Jahr um das Thema „Essstörungen“, von dem immer mehr Schülerinnen und Schüler betroffen sind erweitert werden.
Die beschriebenen Programme sind schüler- und projektorientiert angelegt, ganzheitlich konzipiert und werden fächerübergreifend von vielen Lehrkräften unserer Schule angeboten, um eine verantwortungsvolle Auseinandersetzung auch in der Schule zu ermöglichen.
Das Suchtverhalten, das es zu bekämpfen gilt, kann bestenfalls durch langfristige Präventionsarbeit verändert werden. Voraussetzung dafür ist es, Hintergründe und mögliche Ursachen der Sucht- und Drogengefährdung aufzudecken. Der Weg in die Sucht hat nämlich eine mehr oder weniger lange Vorgeschichte, die bereits in den Jahren der Kindheit beginnt.

Auf Dauer können die damit verbundenen Erziehungsaufgaben nur dann erfolgreich geleistet werden, wenn Schule, Eltern und außerschulische Einrichtungen gemeinsam dieses Vorhaben unterstützen.
Außerschulisch werden wir von der Drogenberatungsstelle „Condrobs“, der Asklepiosklinik in Gauting, der Würmtalklinik in Gräfelfing, dem Jugendbeamten der Polizei Gauting sowie der Beratungsstelle ANAD beraten und unterstützt. Finanzielle Unterstützung erfahren wir vom Förderverein des OvTG und der Barmer Ersatzkasse.

Bei Fragen, Unsicherheiten oder Problemen wenden Sie sich bitte an die Lehrkräfte oder an den Beauftragten für Suchtprävention.
Die Suchtprävention steht eng in Zusammenhang mit der Gewaltprävention. Inhalte werden zudem im Religions- und Ethikunterricht, sowie im Biologieunterricht behandelt.
Ordner mit den verschiedenen Programmen, ausgearbeiteten Unterrichtsstunden zu verschiedenen Themen und Zeitungsartikeln befinden sich im Lehrerzimmer an der langen Wand mit den Schließfächern im untersten Schrank ganz links.

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