Was ist Hochbegabung?

Im Alltag wird der Begriff Hochbegabung meist mit persönlichen Erfahrungen verbunden und führt daher zu sehr unterschiedlichen und subjektiven Vorstellungen über hochbegabte Menschen.

Auch hinter dem wissenschaftlichen Konstrukt Hochbegabung stehen unterschiedliche, theoretische Konzepte. Heller definiert Hochbegabung als individuelles Fähigkeitspotential für außergewöhnliche Leistungen. Sie ist also ein Interaktionsprodukt aus der Wechselwirkung zwischen verschiedenen Faktoren und Disposition für herausragende Leistungen, nicht die Hochleistung selber. Neuere wissenschaftliche Ansätze gehen davon aus, dass Hochbegabung nur multifaktoriell erfassbar und nicht nur einseitig auf die Intelligenzleistung zu begrenzen ist. Breite Anerkennung haben das Münchner Hochbegabungsmodell von Kurt Heller, 2000, und das triadische Interdependenz-Modell, 1990, von Mönks gefunden.

Es spielen demnach außer der intellektuellen Leistungsfähigkeit auch Motivation und Kreativität eine Rolle bei der Feststellung einer Hochbegabung. Die Entwicklung besonderer Fähigkeiten hängt eng mit den Einflüssen von Elternhaus, Schule und Gleichaltrigen zusammen.

Daher ist Hochbegabung immer individuell, so dass es auch nicht die Methode gibt, mit dem Phänomen umzugehen, d.h. es gibt immer nur Lösungen für den Einzelfall.

Triadisches Interdependenzmodell (Mönks):

MĂĽnchner Hochbegabtenmodell (Heller):